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  • Siegfried Hartmann über Multilayer-Folien

    Siegfried Hartmann über Multilayer-Folien

    Siegfried Hartmann ist Mitglied in Elektrostatik-Arbeitsgruppen (IEC/ DKE). Gemeinsam mit Herrn Jürgen Gröninger, FH Münster, referiert Herr Hartmann am 13. April 2018 über Multilayer-Folien zur verbesserten elektrischen Ableitfähigkeit.

    Nach dem Studium der Fachrichtung Werkstofftechnik an der FH Osnabrück sammelte er u. a. Erfahrungen bei Bischof und Klein GmbH & Co. im Bereich der Industrieverpackungen. Weitere Stationen führten über die Firmen Eurea und Nordenia in den Bereich der Großverpackungen ( FIBC’s). Heute ist er für Entwicklungen bei der Fa. EMPAC , Emsdetten verantwortlich.

    Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

    Die Themenvielfalt sowie die Möglichkeit zum Netzwerken, und letztlich sind solche Veranstaltungen auch immer mit einer Know-How-Erweiterung verbunden.

    Multilayer ist der Themenschwerpunkt, den das SKZ und Innoform gelegt haben. Was wird Ihre Kernaussage dazu im Rahmen der Tagung sein?

    Das Potential für Multilayer ist immer noch nicht ausgereizt, in Kombination mit nicht nahe liegenden Verfahren ergeben sich manchmal überraschenderweise neue Anwendungen.

    Sie referieren über Multilayer-Folien zur verbesserten elektrischen Ableitfähigkeit. Warum braucht man im Verpackungsbereich überhaupt eine elektrische Leitfähigkeit und welche Trends zeichnen sich ab?

    Im Großverpackungsbereich, mit Inlinern mit einem Volumen von 1 – 2 m³, spielt die Ableitfähigkeit der Folien eine große Rolle, da hier die aufladbaren Flächen sehr groß sind und die Füllgüter sehr feinpulvrig, so dass je nach Füllgut und Umfeld das Risiko von Staubexplosionen aufgrund von elektrostatischen Aufladungen besteht.    

    Wo sehen Sie für Folienhersteller und -Verwender besonderes Innovationspotenzial?

    Wir als Anwender und Konfektionäre von Folien sehen gerade im Bereich der ableitfähigen Multilayer-Folien noch ein hohes Innovationspotential.

    Wie lassen sich Multilayer und Kreislaufwirtschaft für Ihren Einflussbereich miteinander vereinbaren?

    Da wir uns mit unseren Großverpackungen (FIBC’s & Inliner) nur B2B Business haben, sind hier die Entsorgungswege etabliert.

    Innoform bietet technisch orientierte Tagungen an. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, Hersteller und Verwerter. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?

    Da mir die Innoform-Veranstaltungen bekannt sind, kann man sicherlich von einem sehr kompetenten Publikum ausgehen. 

    Konferenzen zum Thema „Kunststoffe in der Verpackung“ erfreuen sich größerer Beliebtheit. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses große Interesse an Wissen und auch Kontakten trotz häufig negativer Berichterstattung in den öffentlichen Medien?

    Ich schließe mich da der Meinung meines Co-Referenten, Jürgen Gröninger an.

    Welchen Einfluss haben Ihrer Meinung nach der gesellschaftliche Druck sowie rechtliche Vorgaben und Kundenanforderungen auf die Innovation in der Herstellung von Multilayer-Folien?

    Viele Innovationen entstehen erst durch neue Randbedingungen und Forderungen durch Kunden bzw. durch rechtliche Vorgaben, für uns sind derartige Innovationen für die weitere Geschäftsfeldentwicklung sehr wichtig.

    Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für Mehrschichtfolien im Vergleich zu anderen Folienarten ein und warum?

    Meiner Ansicht nach sind die Zukunftschancen für Multilayer-Folien sehr gut, da die Füllgüter/Produkte immer sensibler werden, und gerade für uns im Großpackmittelbereich sehen wir eine ganze Reihe von neuen Einsatzgebieten, die nicht nur mit der klassischen Chemie zu tun haben.

    Unsere Teilnehmer möchten die Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?

    Ich bin begeisterter Motorradfahrer und freue mich immer auf Touren mit Freunden, ein weiteres Hobby von mir ist das Joggen.

    Vielen Dank.

     

  • Ralf Seitter zur Dichtheitsprüfung

    Ralf Seitter zur Dichtheitsprüfung

    Ralf Seitter ist seit 2002 Geschäftsführer der MRS Seitter GmbH. Er hat tiefgreifende Erfahrung im Vertrieb, Service und in der Kalibrierung von Messgeräten für Forschung und Qualitätssicherung. Die Entwicklung spezieller Applikationen zur Permeationsprüfung, Verpackungsprüfung, mechanische Papier- und Folienprüfungen und Wasserdampfdurchlässigkeit sowie die Bewertung des Erscheinungsbildes von Oberflächen und Messgeräte für Lacke und Farben gehören zu seinen Kernkompetenzen.

    Am liebsten beschäftigt er sich mit der Bestimmng der Wasserdampfdurchlässigkeit von Baustoffen (auf PE- und PP-Folien) und von Textilien.

    Was hat Sie bewogen, der Einladung von Innoform zu folgen?

    Ich bin in regelmäßigem losen Kontakt mit Herrn Schröder – wenn man mit kreativen Köpfen ab und an telefoniert, dann kommt auch ab und an ein Vorschlag zu einem Vortrag dabei heraus.

    Multilayer ist der Themenschwerpunkt, den das SKZ und Innoform gelegt haben. Was wird Ihre Kernaussage dazu im Rahmen der Tagung sein?

    Multilayer ist nicht mein perönlicher Schwerpunkt, sondern wie man verschiedene Parameter dieses Werkstoffes prüft. Aber generell ist für mich Verpackung nicht böse.

    Sie referieren über “Leckprüfung – Stand der Technik und der Normung”. Worauf sollte man aus Ihrer Sicht bei der Wahl eines Dichtheitsprüfsystems speziell für Siegelnähte achten?

    Ich denke, das Gerät sollte auf die Verpackung abgestimmt sein, d. h. die Messgrenze sollte den Anforderungen des Produktes an die Verpackung entsprechen. Auch wäre es schön, wenn das Gerät ohne Hochschulabschluss zu bedienen wäre.

    Klar wäre im Hinblick auf Industrie 4.0 eine vollautomatische und zerstörungsfreie 100 %ige Prüfung genial, nur werden sich das nur Globalplayer preislich leisten können, und auch diese Anlagen sind in der Performance begrenzt. Deshalb liegt mein Schwerpunkt im Bereich Schutzgasverpackungen in einfachen, präzisen Leckprüfgeräten in der “unteren” Preisklasse (unter € 10.000,-) für kleine und mittlere Betriebe, die bereits Geräte zur Messung der Gaskonzentration im Kopfraum der Verpackung (eingedeutscht: Headspaceanalyser) nutzen. Besonders wichtig finde ich, dass das Gerät die Leckrate quantifizieren kann und nicht nur schlecht oder gut sagen kann – dazu mehr in meinem Vortrag.

    Wo sehen Sie für Folienhersteller und -Verwender besonderes Innovationspotenzial?

    In der Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauches. Kompostierbare Folien haben ihren Reiz, sollten aber nicht auf Kosten der Lebensmittelerzeugung gehen. Wir haben es mit dem “Bio”-Anteil im Sprit gesehen – es bringt nichts.

    Wie lassen sich Multilayer und Kreislaufwirtschaft für Ihren Einflussbereich miteinander vereinbaren?

    Die Erhöhung der Mindesthaltbarkeit vermindert Lebensmittelwegwurf – damit hat der Multilayer schon seinen Dienst erfüllt, und eine Papierverpackung ist sicher auch nicht “grün”.

    Innoform bietet technisch orientierte Tagungen an. Besucher sind in der Regel Fachleute aus der Branche, Hersteller und Verwerter. Was erwarten Sie persönlich von der Zuhörerschaft?

    Ich würde eher sagen, was die Zuhörer vom Referenten erwarten dürfen: Die Zuhörer bezahlen für die Tagung. Dafür sollten sie auch korrekte “Ware” erhalten, also objektive, informative Vorträge, frei von übertriebener (Eigen)Werbung des Referenten.

    Konferenzen zum Thema „Kunststoffe in der Verpackung“ erfreuen sich größerer Beliebtheit. Woher kommt Ihrer Meinung nach dieses große Interesse an Wissen und auch Kontakten trotz häufig negativer Berichterstattung in den öffentlichen Medien?

    Vermutlich, weil die Hersteller raus aus der bösen Ecke möchten – wobei ja die Ecke nicht böse ist. Jeder Ansatz dazu ist willkommen. McDonalds hat es vorgemacht: Das Logo von rot auf grün geändert … aber das können die Multilayerhersteller besser.

    Welchen Einfluss haben Ihrer Meinung nach der gesellschaftliche Druck sowie rechtliche Vorgaben und Kundenanforderungen auf die Innovation in der Herstellung von Multilayer-Folien?

    Die Entwicklung von “Bio”-Folien – ob das Sinn macht, kann ich leider nicht beurteilen – habe aber so meine Bedenken.

    Wie schätzen Sie auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) die Zukunftschancen für Mehrschichtfolien im Vergleich zu anderen Folienarten ein und warum?

    Da habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung davon.

    Unsere Teilnehmer möchten die Referenten auch gern persönlich besser kennenlernen. Deshalb eine persönliche Frage: Wofür begeistern Sie sich neben Ihren beruflichen Aufgaben besonders?

    Mountainbike fahren und das Schrauben an Fahrrädern generell. Das beschäftigt micht zur Zeit am meisten nebenher.

     

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