Konformitäts-
arbeit

Gesamtmigration, Sensorik

Spezifische Migration

Material-
charaktersierung

Mechanische Eigenschaften

Permeation

PPWR/ Recycling

Feuchtegehalt/Wassergehalt (Restfeuchte)

Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich im Wesentlichen nach dem zu erwartenden Feuchtegehalt. Höhere Wassergehalte lassen sich gut mit der Trockenschrankmethode gravimetrisch bestimmen. Bei zu erwartenden geringeren Wasseranteilen sollte man die für Wasser selektive Karl-Fischer Titration wählen, da Fehlmessungen, z. B. bedingt durch die Miterfassung andere flüchtiger Bestandteile, ausgeschlossen werden können. Die Karl- Fischer Methode ist allerdings nicht zur Bestimmung höherer Wassergehalte vorgesehen.

Prüfmethodengruppe: Materialanalyse

Normen:
  • DIN 51777 (2020-04) Mineralölerzeugnisse – Bestimmung des Wassergehaltes durch Titration nach Karl Fischer
  • DIN EN ISO 15512 (Verfahren B2) (2019-09) Kunststoffe – Bestimmung des Wassergehaltes

Erforderliche Probenmenge: Min. 10 g des Materials, ggfs. hermetisch verpackt, um Feuchtegehaltsänderungen während des Transportes zu vermeiden.

Standardprüfungen

Feuchtegehalt von Papier/ Pappe

Spezifische Norm: DIN EN ISO 15512

Die Prüfung wird nach der traditionellen Trockenschrankmethode gravimetrisch durchgeführt. Diese ist nicht selektiv für Wasser, auch andere flüchtige Bestandteile werden erfasst. Die Methode eignet sich daher nur für höhere Wassergehalte und Proben mit einem zu vernachlässigenden Anteil an weiteren flüchtigen Bestandteilen neben Wasser. Die Proben werden, je nach Wunsch, geprüft wie erhalten (ohne Konditionierung) oder nach Konditionierung im Normklima 23/50 bzw. einem Klima nach ihren Angaben. Die Feuchtehalte der Proben liegen üblicherweise im unteren Prozenbereich.

Feuchtegehalt von Kunststoffen (z.B. Granulate, Kunststofffolien, Kaltsiegelmassen)

Spezifische Norm: DIN EN ISO 15512 Verfahren B2

Die Prüfung wird mit der für Wasser selektiven Karl Fischer Methode durchgeführt. Feste Proben, wie z.B. Kunststoffgranulat oder Folien, werden vor der Messung in einem Ofen ausgeheizt und die extrahierte Gasphase zur Analyse in die Karl Fischer Lösung geleitet. Diese Methode eignet sich insbesondere für geringe Absolutgehalte deutlich unterhalb von einem Prozent bis zu wenigen ppm, also z.B. auch zur Bestimmung der Restfeuchte in dünnen Beschichtungen (z.B. Dispersionen) auf feuchtigkeitsfreien Trägerfolien (z.B. aus Polyethylen).

Feuchtegehalt von Flüssigproben, z.B. Lösemittel, Druckfarben, Lacke

Spezifische Norm: DIN 51777-1

Die Prüfung wird mit der für Wasser selektiven Karl Fischer Methode durchgeführt. Dabei können flüssige Proben, z.B. Lösemittel, direkt analysiert werden. Diese Methode eignet sich insbesondere für geringe Absolutgehalte deutlich unterhalb von einem Prozent bis zu wenigen ppm.

Feuchtegehalt, Trägermaterial mit Beschichtung

Spezifische Norm: DIN EN ISO 15512

Mit dieser Methode können z.B. Feuchtegehalte von Acrylatdispersionen auf Polyethylenfolien bestimmt werden.