Kategorie: Lebensmittelverpackung

Primärverpackungen für Lebensmittel

  • Online-Permeationsrechner erweitert

    Online-Permeationsrechner erweitert

    Mit über 2000 Zugriffen jährlich erfreut sich der Folien Permeationsrechner von Innoform wachsender Beliebtheit. Seit Jahren nutzen Abpacker und Folienhersteller gleichermaßen dieses kostenfreie Tool für Überschlagsrechnungen.

    So können mit wenigen Klicks typische Folienkombinationen hinsichtlich ihrer Sauerstoff- und Wasserdampf-Permeation überschlägig abgeschätzt werden. Gerade zur Zeit nutzen viele Entwickler den Rechner, um Alternativen zu vergleichen. Typisch ist ein Vergleich zwischen heute eingesetzter Multi-Material-Verbundfolien und recycelfähigeren Monomaterial-Konstruktionen.

    Bisher konnten nur Polymere – also organische Materialien – hinsichtlich ihrer Sperrwirkungen ausgewählt und berechnet werden. Nun liegen aber gerade bei PP und PE-Folien (den Polyolefinen) die anorganischen Barriereschichten im Trend, wie SiOx (Siliziumoxid) oder AlOx (Aluminiumoxid) bedampfte, biaxial orientierte Folien. Und hier spielt besonders BOPP (PP-BO), also das orientierte PP (Polypropylen), das sich gut mit anderen Polyolefinen wie PE (Polyethylen) kombinieren und vor allem recyceln lässt, eine dominierende Rolle.

    Hier sehen Sie solche Muster-Berechnungen für typische Verbundmaterialien mit Sauerstoffbarriere – einmal mit klassisch Multimaterial PET/PE mit EVOH (organische Barriereschicht) und rechts mit PP-BO SiOx (anorganische Barriereschicht), die oft verglichen und ausgetauscht werden.

    Aber Vorsicht beim einfachen Ersetzen von bewährten Folienkombinationen. Wie man in der oberen Überschlagsrechnung sehen kann, ergeben sich signifikante Unterschiede in OTR (Oxygen Transmission Rate) und WVTR (Water Vapour Transmission Rate), wie die Barrieren in Englisch abgekürzt werden.

    Ob nun der recyclingfähigere Verbund genauso gut das Produkt schützt, wie der mit der anorganischen EVOH-Sperrschicht, müssen Lebenmsittel-Experten in Lagerversuchen verifizieren und validieren. So schreiben es auch zahlreiche Standards wie der IFS (International Food Standard) oder BRC Global Standard vor. In vielen Fällen wird das gehen, da unsere Erfahrung zeigt, dass nach wie vor viele Folien hinsichtlich Barriere- Eigenschaften deutlich überdimensioniert sind. Insbesondere bei Sauerstoff war man bisher lieber eher auf der sicheren Seite – zu Recht.

    Doch im Zeitalter der Kreislaufwirtschaft sehen sich Flexpack-Entwickler mit neuen Anforderungen konfrontiert, die es zu berücksichtigen gilt. Eine etwas schlechtere Sauerstoff-Barriere kann oft mit einer erheblich besseren Recyclingfähigkeit belohnt werden (Beispiel BOPP SiOx/PE).

    Wenn Sie auch auf Daten vertrauen wollen, bevor Sie aufwendige Testrollen produzieren, nutzen Sie unseren kostenlosen Permeationsrechner und untermauern Sie dann Ihre Werte mit Messungen an den realen Folgen – denn der Teufel liegt im Detail. Experten warnen davor, nur auf Materialien zu schauen. Ein wesentlicher Teil der Folieneigenschaften wird auch durch Verarbeitung und Produktionsparameter beeinflusst. Dieser Rechner dient dazu, eine Vorauswahl zu treffen, um unnötige Schüsse ins Blaue zu vermeiden und Ideen mit Werten zu untermauern. Und so geht es:

    Permeationsrechner (innoform-testservice.de)
  • Sind wir mit dem mechanischen Recycling richtig unterwegs?

    Sind wir mit dem mechanischen Recycling richtig unterwegs?

    Sie kennen das sicher auch: Der Verpackungsmüll dominiert den Haushaltsabfall. Die Meere scheinen mit Plastikmüll überzulaufen, und Mikroplastik wird mit Plastikverpackungen in Zusammenhang gebracht. Kurzum – wir als Verpackungsindustrie sind für die Plastikkrise verantwortlich.

    Bisher lautet der dominierende Leitsatz unserer Industrie ungefähr so:

    “Mit dem Ziel eines bestmöglichen Schutzes des Verbrauchers setzt sich die IK für Verpackungen ein…” Hier geht es zur Quelle

    oder

    #Nachhaltigkeit oder #Klimaschutz sind kein Naturgesetz. Sie sind das Ergebnis unserer Entscheidungen. Wir Menschen stellen uns dafür die Regeln auf, geben uns Leitplanken und Ziele. Klimawandel oder Klimaschutz – beides ist menschengemacht. Was das für #Kunststoffverpackungen und unseren Umgang mit ihnen bedeutet – darüber hat sich unsere Geschäftsführerin Mara Hancker in einem Beitrag Gedanken gemacht.” Quelle

    oder

    Das #Recycling von #Kunststoffverpackungen ist nicht wie kürzlich medial behauptet eine Lüge. Quelle

    Bezug:

    Was dort steht, kann man als richtig ansehen oder als verblendet abtun. Alle diese Zitate eint eines – es bleibt ein bitterer Beigeschmack – auch bei uns, den Akteuren, oder? Woran liegt das?

    Kann es sein, dass unser Bauchgefühl dem Alarmismus vieler Medienvertreter und Autoren in renommierten Blättern und Regisseuren bekannter Dokumentationsreihen folgt? Mir geht es seit geraumer Zeit genauso. Und dafür möchte ich gern ein Beispiel teilen.

    In unserem Zuhause fließt kein trinkbares Wasser aus dem Hausbrunnen. So haben wir anfangs unseren Trinkwasserbedarf mit Einwegflaschen aus PET aus dem Supermarkt decken müssen. In Spanien gibt es kaum sinnvolle Pfandflaschen-Kreisläufe. Gründe dafür sind die große Fläche Spaniens und die dünne Besiedelung außerhalb der wenigen Ballungszentren. So haben wir uns als Kunststoffverpackungs-abhängige Familie – wir verdienen seit 30 Jahren unseren Lebensunterhalt mit direkten und indirekten Services für diese Industrie – für die “Ideallösung” entschieden, wie die o. g. Zitate vermuten lassen.

    Das Titelbild zeigt nun das Aufkommen von Wasserflaschen einer Woche. Das gab uns schon vor Jahren zu denken. So fingen wir an, diese Plastikflaschen aus einer benachbarten Quelle wieder zu befüllen. Doch das führte nun dazu, dass wir fast wöchentlich einmal rund 15 km zur Quelle hin- und zurückfahren mussten. Das quälte unser CO2-Gewissen wegen der Fahrtstrecke, zudem investierten wir jedes Mal 50 Minuten Zeit für Fahrt und Befüllung vor Ort. Auch dort war die Wasserqualität nicht optimal. Im Sommer bildeten sich nach einigen Tagen Algen in den Flaschen, was uns wiederum zum Umdenken zwang.

    Nun recherchierten wir nach Wasserfiltern, die gerade in Deutschland im großen Stile angeboten und vertrieben werden. Neben einem Platzhirschen gibt es auch einige Start-up’s, die mit den oben bereits genannten Schlagworten wie Mikroplastik, Hormone, Schwermetelle und Schwebstoffe die Google-Suche treffsicher machte. Wir kauften also einen solchen High-Tech-Filter für Deutschland und scheiterten krachend. Nach 3 Wochen war dieser nämlich verstopft und sollte eigentlich 6 Monate für 29 € reichen. Also wieder nichts gekonnt. Momentan haben wir nun eine Filterkaskade installiert (Sandfilter, Grobfilter, Feinfilter, Start-up-Luxus-Filter…

    Das scheint zu klappen und kostet etwa so viel wie die frisch gekauften Einwegflaschen aus dem Supermarkt. Es handelt sich dabei um 3 Einwegfilterkartuschen mit und ohne Aktivkohle. Diese kosten derzeit – so schätze ich – 2,- bis 5,- €/Woche, zzgl. meiner Zeit für Filterwechsel, Rückspülen, Wartung und Erstanschaffung. Das ist vielleicht gar nicht so wesentlich günstiger als das, was ich beim Discounter zahlen würde. Aber dennoch fühle ich mich irgendwie besser dabei.

    Heißt das nun, dass wir als Weltbürger auf PET-Flaschen verzichten können, und sollten wir mit dem mechanischen Recycling alle Probleme lösen können? Meine Wasserfilter werden vermutlich nicht recycelt, und Mehrweg-fähig sind sie auch (noch) nicht. Wir stecken in einem Dilemma – wie in so vielen Dingen derzeit.

    So kann man nun jedes Lebensmittel und sogar jedes verpackte Gut durchdeklinieren. Aber das führt vermutlich zu nichts.

    Lassen Sie uns als Einwegverpackungs-Junkies einmal abseits der eingetretenen Pfade über das nachdenken, was nach den Einwegverpackungen aus Plastik kommt. Vielleicht schaffen wir das nicht heute oder morgen, aber irgendwann werden schlaue Köpfe eine Idee haben, und es könnte uns so ergehen wie der Auto-, Finanz- oder Energiewirtschaft, die plötzlich viele toxische Assets in den Büchern haben. Ich möchte uns Fachleute an der Lösung beteiligen – nicht mehr und nicht weniger – Recycling allein kann nur ein Teil der Lösung werden, denke ich. Etwas anderes zu behaupten, schlägt mir auf den Magen.

    Weitere Quellen:

    https://shop.rewe.de/c/getraenke-wasser/

    https://www.trinkmobil.de/c/wasser/wasser-in-pet-flaschen

    https://www.sternefood.de/wasserfilter-fuer-leitungswasser-test/

    https://www.petrecycling.ch/de/wissen/pet-kreislauf

  • Mono-Material, aber richtig

    Mono-Material, aber richtig

    Schlecht gemachte Mono-Materialverpackungen schaden mehr als dass sie nützen.

    Die Kunststoffverpackungen sind auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft – das liest und hört man überall. Doch ist das wirklich so? Filme wie “Die Recyclinglüge” lassen aufhorchen, auch, wenn die Kommentare aus Fachkreisen vernichtend klingen mögen. Machen Sie sich gern selber ein Bild:

    Wir haben nach wie vor ein Recyclingproblem. Das steht außer Frage. Es wird noch viel zu wenig recycelt, und die Qualität, die aus Regenrat gewonnen wird, ist zu schlecht und nicht verlässlich verfügbar. Aber was ist die Alternative?

    Diese Frage stellen sich viele Marketers und Handelsverantwortliche. Das Problem ist nicht allein die Recyclingfähigkeit der Kunststoffverpackungen – und in unserem Falle die der Folienverpackungen. Die Herausforderung ist, einen wertschöpfenden Kreislauf zu erzielen, um das heutige Wirtschaftssystem weiter betreiben zu können. Damit meine ich das einfache, sichere, kostengünstige und bequeme Einkaufen im Supermarkt mit industriell abgepackten Lebensmitteln. Denn erst diese Wirtschaftsform macht das Leben in Großstädten möglich.

    Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Verbrauchergewohnheiten sogar noch mengenerhöhend auf die Verpackungswirtschaft auswirken. Gründe hierfür sind u. a.

    • E-Commerce und damit immer mehr Umverpackungen
    • Essen-To-Go-Gewohnheiten (Snackification) mit Mini-Portionen und mehr Verpackungen
    • Single-Haushalte und daher kleinere Verpackungen
    • Lieferervices mit fertig oder halb-fertig zubereiteten Portionen und mehr Verpackungen

    Nun suchen viele Abpacker und Packmittelproduzenten eine Lösung im 100 % Kreislauf. Immer mehr Ingenieur*innen bezweifeln jedoch stark, dass mechanisches Recycling, auf das wir die Recyclingfähigkeit derzeit trimmen, überhaupt zu einer echten Kreislaufwirtschaft für Lebensmittelverpackungen führen kann.

    Folien bestehen heute immer aus hoch entwickelten Mischungen verschiedener Polymere und/oder Polymertypen. Hinzu kommt, dass die vielen Anforderungen heute nur noch mit mehreren Folienschichten garantiert werden können. Zudem sind Kunststoffverpackungen extrem stark reguliert, um das Lebensmittel von Schadstoffen freizuhalten und die Sicherheit von verpackten Lebensmitteln zu garantieren.

    In dieser Gemengelage erscheint es schwierig, recycelte – um ehrlich zu sein down-gecycelte – Polymere je wieder in einen echten Kreislauf zu integrieren. In jedem Fall sind dafür noch viel Entwicklungsarbeit, Zeit und Geld erforderlich. Ansätze, dass es funktionieren kann, zeigt das PET-Flaschenbeispiel, wo im Kunststoffbereich in Deutschland die höchsten Recyclingquoten erreicht werden und auch Lebensmittelverpackungen wieder aus Regenerat hergestellt werden. Doch so recht wohl fühle ich mich als Verbraucher mit den teilweise verfärbten opaken, aus Regenerat bestehenden Flaschen nicht. Sind wir da wirklich auf dem richtigen Weg? Oder gibt es andere Hebel, die zu einer wesentlich sicheren und besseren Lösung führen?

    Was wird als alternative Lösungswege diskutiert? Hier nun eine empirisch gesammelte Liste:

    • Unverpackte Lebensmittel (Verderb, Kosten- und Zeitinvestitionen sind zu bedenken)
    • Regionale Lebensmittel (weniger und weniger komplexe Verpackung, aber geringere Haltbarkeit)
    • Weniger vorgefertigte Lebensmittel – keine Fertigmenüs (weniger Convenience)
    • Umstellung auf alternative Materialien (Papier, Naturfasern sind oft weniger nachhaltig, aber scheinbar besser kreislauffähig?)
    • Mehrweg-Lösungen in Glas, Kunststoff oder Blech (oft schlechtere Öko-Bilanzergebnisse und nur regional bisher denkbar)

    Das sind nur die momentan am heftigsten diskutierten Alternativen, wenn es denn welche wären. Insgesamt scheint eine Gesellschaft, wie sie in Europa seit Jahrzehnten vorherrscht, nicht ohne Verpackungen auskommen zu können und zu wollen. Im Gegenteil – Prognosen deuten auf ein stetiges Wachstum auch im Flexpackbereich hin.

    Aufgerissene Mono-Deckelfolie beim Konsum

    Sind wir also wirklich mit der Forderung nach Kreislaufwirtschaft für Lebensmittelverpackungen auf dem richtigen Weg? Oder sollten wir anstelle der Verschlimmbesserung durch Monomaterialzwänge lieber weiter auf Convenience, Kosten und Produktschutz setzen? Und sollten wir – solange noch fossile Brennstoffe verwendet werden – Folienverpackungen und alle Kunststoffabfälle, die schwer wieder in den Kreislauf zurückzuführen sind, verbrennen, um der Schwerindustrie wie Zementwerken einen hochwertigen Brennstoff zur Verfügung zu stellen? Oder bremsen wir damit nur den Innovationsdruck auf die ersehnte kreislauffähige Kunststoffverpackung?

    Eine schlechtere User-Experience dürfen wir uns meiner Meinung nach durch den teilweise schon manischen Drang zu Mono-Materiallösungen nicht leisten. Diesen negativen Kundenerfahrungen am einzigen Touch-Point der Marke – zwischen dem Produkt und dem Konsumenten über die Verpackung – sollten wir große Beachtung schenken, und sie sollten uns zu ganz neuen Ideen anregen. Mono-Material allein wird das Problem der Lebensmittel-Flexpackbranche wohl nicht lösen können.

  • Inno-Meeting „Umweltgerechte Kunststoffverpackungen“ am 23. und 24. Juni 2022 in Würzburg

    Inno-Meeting „Umweltgerechte Kunststoffverpackungen“ am 23. und 24. Juni 2022 in Würzburg

    Zum dritten Mal treffen sich Packmittelhersteller, Verpacker und Handel im Juni zur Sommer-Tagung am Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg. In Kooperation mit Innoform Coaching und SKZ werden aktuelle Fragen zu Kreislaufwirtschaft, Anforderungen an Verpackungen insgesamt und Recycling diskutiert.

    Kunststoffe und besonders Kunststoffverpackungen waren nie so umstritten wie heute. Und doch wurden nie mehr Kunststoffe produziert. Verpackungswerkstoffe insgesamt müssen inert und unbedenklich sein. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie auch umweltgerecht sind. Und das wiederum bedeutet nicht nur, dass sie recycelbar sein oder aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen müssen. Kunststoffverpackungen müssen viele soziale, ökonomische, rechtliche und logistische Aufgaben übernehmen – und zusätzlich auch umweltgerecht sein.

    Für die Bewertung gibt es unterschiedliche Ansätze. Kreislaufwirtschaft hört und liest man überall – doch wie funktioniert diese? Im Fokus steht heute das mechanische Recycling. Doch auch andere Verfahren, wie das chemische Recycling und das Lösemittelverfahren, drängen auf den Markt. Schlagworte wie Design for Recycling, recyclingfähige Verpackungen, Biofolien, aber auch Ein- und Mehrwegsysteme sowie „Unverpackt“-Lebensmittelmärkte werben um Aufmerksamkeit. In vielen Bemühungen werden Lösungen zum globalen Entsorgungsproblem der Kunststoffe gesucht. Und natürlich muss eine Verpackung all diejenigen Eigenschaften weiterhin erfüllen, die sie schon heute erfüllt und noch viel mehr. Sie muss besser schützen, Logistik und Online-Handel unterstützen und CO2-neutral sein. Das beginnt beim Produktschutz und endet sicher nicht bei Convenience-Aspekten wie Wiederverschluss und Tragemöglichkeit der fertigen Verpackung.

    Experten geben Antworten

    Antworten auf viele dieser Fragen liefern renommierte Referenten aus Forschung und Entwicklung, aber auch aus Produktion und Vertrieb auf der Fachtagung „Umweltgerechte Kunststoffverpackungen“ von INNOFORM und SKZ am 23. und 24. Juni 2022 in Würzburg. „Ausgehend von modernen Materialien bis hin zu neuen Recycling- und Kreislaufkonzepten streifen wir eine Fülle neuer und bewährter Ideen“, freut sich Tagungsleiter Karsten Schröder auf die Hybrid-Veranstaltung in Würzburg. „Diskutieren Sie mit Materialexperten, Packmittelproduzenten, Abpackern, Markeninhabern und dem Handel das brennende Thema unserer Branche – Nachhaltigkeit im Umfeld des Klimawandels. Wir freuen uns darauf, Sie in diesem Jahr endlich wieder persönlich zu treffen.“

    Diese Sommer-Tagung ist das verschobene Inno-Meeting aus dem Februar 2022 in aktualisierter Form – vor Ort oder als Livestream buchbar.

    NEU: Unter der Marke Inno-Meeting entsteht die neue Reihe an Flexpack Branchentreffs, organisiert und realisiert durch Innoform und seine Partner.

    Dazu gehört auch der Inno-Meeting Europe in Berlin http://ie.innoform.de. Diese Europäische Live-Konferenz wird gemeinsam mit Flexible Packaging Europe veranstaltet und ebenfalls live gestreamt.

    Das Inno-Meeting Europe schließt als Präsenz-/Hybrid-Event damit nahtlos an die Inno-Talk Europe Reihe an. Mehr zum Inno-Talk finden Sie auch unter www.Inno-Talk.eu.

  • Barrieremessungen

    Barrieremessungen

    In diesem Teil unserer Reihe DID YOU KNOW zu Barrierefolien dreht sich alles um das Messen von Barriereeigenschaften. Wir erläutern die Einheiten g/cm³/m²xdxbar und cm³/m²xdxbar und ordnen diese in die Begriffe niedrige, mittlere, hohe und ultra hohe Barriere ein.

    Wir sprechen über die Prüfverfahren vom Prinzip her und erläutern Stolpersteine für die Praxis. So klären wir über das auf, was zusätzlich zu der Prüfnorm unbedingt an Parametern beachtet werden muss, damit Werte vergleichbar sind. Hier spielen neben den beiden üblichen Prüftemperaturen 23°C (gemäßigt) und 38°C (tropisch) auch der Feuchtigkeitsgehalt – die relative Luftfeuchtigkeit – eine wesentliche Rolle. Und zwar muss diese auf der Prüf- und auf der Sensorseite beschrieben und identisch sein, damit eine Vergleichbarkeit gegeben ist.

    Die anderen Teile zu DID YOU KNOW rund um das Thema Flexpackwissen von Innoform finden Sie hier auf Youtube. Abonnieren Sie gerne den Kanal oder schauen Sie einfach regelmäßig in unseren Newsletter.

    Einen Inno-Talk gibt es auch zu diesem Thema. Registrieren Sie sich gerne kostenlos online. Oder stöbern Sie einfach einmal auf der neuen Web-Site vom Inno-Talk.

    Und hier geht es direkt zur Playlist DID YOU KNOW – Folienwissen von Innoform.

    Fragen und Kommentare sowie Anregungen senden Sie bitte an ks@innoform.eu.

  • Umweltgerechte Kunststoffverpackungen – Umdenken = Neudenken

    Umweltgerechte Kunststoffverpackungen – Umdenken = Neudenken

    Eine Kooperationsveranstaltung von SKZ und Innoform

    Verpackungen haben sich viele Jahre vorwiegend in den Bereichen Produktschutz und Konsumentenfreundlichkeit weiterentwickelt. Doch seit einigen Jahre dreht sich vieles nur noch um Nachhaltigkeit. Was bedeutet dies? Geht es um Recyclingfähigkeit, und was ist das genau? Oder reden wir nur über umweltverträgliche Entsorgung oder doch mehr über Ressourcenschonung?

    In unserer Reihe der Umweltgerechten Kunststoffverpackungen möchten wir dieses Mal erneut zum Umdenken und Neudenken auffordern. Darunter verstehen wir einerseits, dass nicht nur die Recyclingfähigkeit weiter entwickelt werden muss, andererseits aber auch der Kundennutzen hohe Priorität hat. Zudem wird das Marketing nicht akzeptieren, dass Packmittelkosten explodieren und gleichzeitig Qualitäten wie Farbe oder sogar Festigkeiten oder Dichtigkeiten schwanken.

    Nach wie vor sprechen wir heute bei Recycling meistens von Downcycling in mechanischen Prozessen. Echte Kreislaufwirtschaft sieht anders aus. Sind wir da auf dem richtigen Weg? Oder müssen wir uns ganz von Einwegverpackungen im herkömmlichen Rahmen verabschieden? Ist Papier das Allheilmittel oder eventuell sogar neue Papiere aus Gras oder Algen?

    Wir möchten weder Vorurteilen noch Ideologien Vorschub gewähren. Wir klären auf entlang dieses großen Spannungsfeldes mit Vorträgen zu diesen Stichworten:

    • Grundlagen für die Diskussion um Nachhaltigkeitsbewertungen
    • Wir stellen alles in einen größeren Zusammenhang der Ressourcennutzung
    • Status Quo des mechanischen Recyclings
    • Wünsche und neue Möglichkeiten der Marken, auch ohne Greenwashing
    • Vergleich von Getränkekarton und Flexpack
    • Was können Maschinenbauer liefern?
    • Welchen Innovationsschub sollten wir nun nutzen?
    • Was bedeutet eigentlich Zero Carbon?
    • Wie steht es um die Biopolymere?
    • Und welche alternativen Werkstoffe haben wir zur Verfügung?

    Diese Themen und vieles mehr beim Netzwerken, bei Podiumsdiskussion und Votings erfahren Sie live in Würzburg oder wahlweise auch remote zugeschaltet, von wo auch immer Sie teilnehmen können und wollen.

    Profitieren Sie von der innovativen Hybrid-Event-Plattform von eveema, die sich schon in vielen Inno-Talks bewährt hat.

    Das Süddeutsche Kunststoffzentrum SKZ und Innoform haben auch das Format hybridisiert. So entstehen gemeinsame Teilnehmerlisten aus Online- und Präsenz-Teilnehmern, die mit modernster Technik vernetzen und diskutieren können. Alle sind in Q&A Sessions eingebunden und gestalten aktiv den Verlauf dieses modernen Formates mit. Live-Zuschaltungen sind ebenso dabei wie Wortmeldungen aus dem Auditorium im CCW.

    Ach ja – und ein spannendes Rahmenprogramm wird es natürlich auch geben – allerdings exklusiv für alle Präsenz -Teilnehmer:innen.

    Melden Sie sich gern jetzt an, wenn es einmal etwas innovativer sein darf: http://um.innoform.de

  • Permeationsrate, Durchbruchzeit und Mechanismus der Barriere von Verpackungen

    Permeationsrate, Durchbruchzeit und Mechanismus der Barriere von Verpackungen

    Permeation gliedert sich in 3 Schritte: Adsorption der Moleküle an der Oberfläche, Diffusion der Moleküle durch das Material und Desorption – das Entmischen der Moleküle und Lösen, z. B. im Füllgut. Wenn diese Schritte in einem konstanten, gleichförmigen Prozess ablaufen, lässt sich die Permeationsrate errechnen und messen. Zu diesen Grundlagen erörtert Karsten Schröder Details für alle, die sich mit Folienverpackungen und Barriere-Messungen sowie Barriere-Materialien befassen.

    Erfahren Sie in diesem Video Hintergründe zum Mechanismus und zu den Verbesserungspotenzialen, um Barrierefolien dichter zu machen.

    Einen praktischen Permeationsrechner finden Sie hier: https://www.innoform-testservice.de/permeationsrechner

    Seminare zu diesem Themenbereich finden Sie hier: https://www.innoform-coaching.de/themen/grundlagen-verpackungsfolien

    Weitere Folgen zu #didyouknow finden Sie auch auf Youtube

    Kommentare und Rückfragen gern an ks@innoform.eu

  • Organische und anorganische Barriere

    Organische und anorganische Barriere

    Diese beiden ähnlich klingenden Bezeichnungen für Barrieren, die wir in Folienverpackungen einsetzen, stiften gelegentlich Verwirrung und sorgen für Missverständnisse. So sind die organischen Barrieren gleichbedeutend mit Kunststoffbarrieren. Die anorganischen dagegen bestehen demnach aus Stoffen, die wir nicht als Kunststoffe bezeichnen. Im Fachgebiet der Folientechnologie sind das:


    • Aluminiumfolien
    • Aluminium-Bedampfungen
    • Aluminium-Oxid-Bedampfungen
    • Siliziumoxid-Bedampfungen

    Wie diese sich grundlegend unterscheiden und welche Eigenschaften damit einhergehen, haben wir in einem kurzen “Did you know Video” erläutert und in diesem Blogartikel schon einmal angerissen. Nun also noch ein ergänzendes Video für mehr #folienwissen.

    Wenn Sie mehr über Barrierefolien und Folienverpackungsmaterialien wissen wollen oder müssen, stöbern Sie gerne einmal in unserem Themenbereich Grundlagen Verpackungsfolien. Dort finden Sie auch eine Reihe von sofort abrufbaren “Instant Webseminaren”, die auch immer mal wieder als Live-Event online angeboten werden. Aber auch Vor-Ort-Seminare mit Prof. Markus Schmid oder René Arm und Henrik Annighöfer sind aktuell wieder eingeplant.

  • Einstieg in die Barrierefolien Teil 2: Material

    Einstieg in die Barrierefolien Teil 2: Material

    Im zweiten Teil unserer Reihe #Folienwissen geht es dieses Mal um den Einfluss der Materialien auf Barrierewirkungen von Folien, insbesondere für Lebensmittelverpackungen. Der Laie denkt natürlich, dass nur das Material die Barriereeigenschaften bestimmt. Das ist aber nicht der Fall. Auch Verarbeitung und Kombination mit anderen Schichten bewirken Barriereveränderungen an Folienverpackungen. Das soll hier aber heute kein Thema sein.

    Dennoch kommt dem Material eine grundlegende Bedeutung zu, denn die chemische Struktur der Rohstoffe und die Anordnung der Moleküle – die Kunststoff-Gefüge – spielen eine dominierende Rolle bei fast allen Eigenschaften der Folienverpackungen.

    In dieser Grafik wird die allgemeine Bedeutung von unterschiedlichen Materialien beschrieben. Diese sehr grobe Einteilung nach Sauerstoffdurchlässigkeit (OTR = Oxygen Transmission Rate) und Wasserdampfdurchlässigkeit (WVTR = Water Vapour Transmission Rate) zeigt die grundlegenden Barrierewirkungen der Kunststoffe (organische Barrieren) und der Bedampfungen und Aluminium (anorganische Barriere). Diese sind hier unabhängig von Verarbeitung und Dicke sehr grob eingeteilt.

    Quelle: Fraunhofer Institut, Prof. Dr. Langowski

    Man kann erkennen, dass z. B. das PE kaum eine Barriere gegen Sauerstoff, aber durchaus eine nennenswerte gegen Wasserdampf aufweist. Daher wird es auch als Wasserdampfbarriere, z. B. in Papierverpackungen wie Zementsäcken, verwendet. Aluminiumfolie ist unangefochtener Spitzenreiter bei beiden Eigenschaften (OTR und WVTR). Dazwischen liegen die anorganischen Beschichtungen, auch Bedampfungen genannt – die Metallisierung (Met.), Aluminiumoxid (AlOx) und das Siliziumoxid (SiOx). Diese anorganischen Barrieren zeigen eine gute Sperrwirkung gegen beide Gase im Gegensatz zu den meisten Kunststoffen, den organischen Barrieren, die eher immer nur gegen eines der beiden Parameter – Sauerstoff oder Wasserdampf – gute Barrieren liefern.

    In dem kurzen Video erhalten Interessierte weitere Informationen zwischen den Zeilen und einen Einblick in unsere beliebten Webseminare.

    Innoform Youtube Kanal
  • Was ist eigentlich eine Hochbarrierefolie?

    Was ist eigentlich eine Hochbarrierefolie?

    In unserer Reihe #Folienwissen für alle geht es heute um die Einstufung von Barrierefolien. Wann fängt Barriere an und was ist eine Hochbarriere überhaupt? Wenn wir diesen Begriff der Barriere verwenden, muss erst einmal klar werden, um welche Barriere es sich handelt. Meistens betrachtet man theoretisch die beiden “gegenläufigen” Barrieren Sauerstoff- und Wasserdampfbarriere, die für Lebensmittelverpackungen von besonderer Bedeutung sind.

    Wasserdampfbarriere beschreibt dabei die Neigung, das Austrocknen zu verhindern und die Sauerstoffbarriere gibt Anhaltspunkte dafür, wie lange ein Sauerstoff empfindliches Lebensmittel haltbar gemacht werden kann. Die Kehrwerte/Gegenteile nennt man anstatt Barriere Durchlässigkeit.

    Hier haben wir einmal eine grobe Übersicht erstellt, wie man diese abstrakten Eigenschaften flexibler Verpackungen einstufen kann. Bevor wir da aber einsteigen, vorab kurz zu den Einheiten und Rahmenbedingungen:

    • Permeation, also Barriere, ist temperaturabhängig
    • Organische Barriere zeigt zudem noch eine Abhängigkeit zum Feuchtegehalt in der Barriereschicht bzw. der Umgebung
    • Sauerstoffbarriere wird in cm³/m²xdxbar angegeben (d=day=Tag, und bar steht für die Druckdifferenz zwischen innen und außen
    • Wasserdampfdurchlässigkeit gibt man hingegen in g/m²xdxbar

    Um sich etwas vorstellen zu können, erklären wir die Messgröße immer so: Die Sauerstoffdurchlässigkeit gibt die Menge an Sauerstoff in cm³ an, die pro Tag und pro Quadratmeter Folie hindurch permeiert sprich durchdringt. Dabei entspricht ein Kubikzentimeter (cm³) etwa einem Stück Würfelzucker.

    Zu diesem Thema gibt es übrigens auch ein kurzes rund 6-minütiges Video, in dem ich intensiver bespreche. Klicken Sie doch einfach mal auf die Tabelle.

    Und mehr lernen kann man natürlich wieder in unseren (Web-)Seminaren, Konferenzen oder InnoTalks: https://www.innoform-coaching.de/veranstaltungen

    Wenn Sie einmal selbst überschlagen wollen, welche Barriere ein bestimmter Folientyp hat, dann nutzen Sie gerne unseren kostenlosen Permeationsrechner des Innoform Testservice. Dort machen wir reichlich Permeationsmessungen mit allen gängigen Versuchsaufbauten und Gasen, die für die Praxis relevant sind.

    Fragen, Kommentare oder Ergänzungen und Korrekturen gerne an ks@innoform.de

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