Schlagwort: Verbraucher

  • Kostenentwicklung bei der Verpackungslizenzierung

    Kostenentwicklung bei der Verpackungslizenzierung

    Die LZ berichtete am 4. September darüber, dass die Verpackungslizenzkosten 2021 nochmals deutlich steigen werden. Nun haben einige Hersteller die Verhandlungen mit den Dualen Systemen bereits abgeschlossen und konnten die angekündigten Erhöhungen zum Teil bestätigen.

    Zwei Systembetreiber, Prezero Dual und EKO-PUNKT erlangten die bundesweite Zulassung als Duale Systeme und bereichern den Markt für 2021. Zudem sorgte die Neuausrichtung einiger Handelspartner für Marktbewegungen in der Verpackungslizenzierung.

    Etablierte Hersteller können so für die Verpackungsfraktion PPK (Papier, Pappe, Karton) mit Kostensteigerungen von 50% abschließen, was aber deutlich unter der erwarteten Verdopplung liegt. Im Bereich der Leichtverpackungen liegt die Verteuerung zwar im prognostizierten Intervall zwischen 10 und 30 Prozent aber eher an der unteren Grenze des Intervalls.  Bei der im LZ Artikel nicht erwähnten Verpackungsfraktion Glas konnte ein Hersteller mit einer Kostensteigerung von „nur“ knapp 2% abschließen.

    Oft werden die Verteuerungen mit dem Nichterreichen der Recyclingquoten begründet, was in der Verantwortung der Dualen Systeme liegen soll. Es ist allerdings sehr ambitioniert, die Ziele der Recyclingquoten zu verfolgen, wenn die Fehlwürfe der Verbraucher nicht drastisch reduziert werden. Aufklärungsarbeit von den Dualen Systeme zur Abfallsortierung auf Verbraucherebene soll hier Abhilfe schaffen. Interessant ist, dass in einigen Städten wie Hamburg oder München die Leichtverpackungen nicht von wertstoffgleichen Nicht-Verpackungen getrennt werden sollen. So gehören in Hamburg die ausgedienten Spielzeuge in die gelbe Tonne, außerhalb der Stadtgrenzen jedoch in die Restmülltonne.

    Unstreitig sind die Gründe der Verteuerung bei PPK und Kunststoff. Bei PPK ist es über die letzten Jahre durch den zunehmenden Online Handel zu einem Überangebot von Altpapier gekommen, wodurch die Entsorger die eine Erlösbaisse erleben. Im Bereich der Kunststoffe bewirkt der niedrige Erdölpreis niedrigere Preise für Primärkunststoffe als für Recyclate.

    (Quelle: https://www.braintrust-group.de/impuls-des-tages/verpackungslizenzierung/)

  • Silver Award 2019 ist gestartet

    Silver Award 2019 ist gestartet

    Es ist wieder so weit: Das Meyer-Hentschel Institut hat den SilverPack Award – Höfliche Verpackung 2019 ausgeschrieben. Der SilverPack Award „Höfliche Verpackung“ würdigt Verpackungen, die in umfassender Weise als höflich bezeichnet werden können: Höflich zum Verbraucher, höflich zur Umwelt und höflich zum Inhalt.

    Aus verschiedensten Gründen stehen Verpackungen immer wieder in der Kritik. Mit dem SilverPack Award will das Meyer-Henschel Institut als Berater der Konsumgüterindustrie und der Verpackungsbranche einen positiven Akzent setzen und zeigen, dass immer mehr Verpackungen die Auszeichnung “Höfliche Verpackung” verdienen.

    Seit 2008 findet der SilverPack Award von Jahr zu Jahr immer mehr Resonanz. Damit wird deutlich, dass der SilverPack Award auch die Industrie motiviert, noch mehr Anstrengungen in die Höflichkeit ihrer Verpackungen zu investieren.

    Vorsitzender der SilverPack Jury ist Dr. Gundolf Meyer-Hentschel. Er ist ein gefragter Keynote-Speaker zum Thema Verpackungstrends.

    Die Preisverleihung findet während des 17. Inno-Meetings am 13./14. Februar 2019 in Osnabrück statt.

    Die Ausschreibungsbedingungen finden Sie hier.

    Einsendeschluss ist der 7. Dezember 2018

     

     

  • SilverPack Award 2018: Die Preisträger stehen fest!

    SilverPack Award 2018: Die Preisträger stehen fest!

    Alljährlich würdigt der SilverPack Award „Höfliche Verpackung“ Verpackungen, die in umfassender Weise als höflich bezeichnet werden können. Sei es, dass sie dem Verbraucher den Umgang mit der Verpackung wesentlich erleichtern, weil sie leicht zu öffnen, zu verschließen, komfortabel zu tragen etc. sind; oder sei es, weil sie leicht zu recyceln und zu entsorgen sind und bei ihrer Herstellung nachwachsende Rohstoffe verwendet werden; nicht zuletzt, weil höfliche Verpackungen ihren Inhalt respektieren, der aus wertvollen Rohstoffen besteht, und sie das Füllgut – und ganz besonders Lebensmittel – bei Transport und Lagerung perfekt schützen; und nicht zu vergessen, weil der Inhalt einfach und vollständig zu entnehmen ist.

    Die Preisverleihung fand dieses Jahr am 27. Februar 2018 im Rahmen des 9. FFI FORUM „RICHTIG VERPACKT!“ in Berlin statt. Ausgezeichnet wurden Henry Buschle, (LIEBE DEINE WELT Marketing GmbH),  Dr. Michael Pankow (ratsch! GmbH), Josef Ferber (Hochland Deutschland GmbH) sowie Matthias Bauer & Rolf Schneeweiss (Druckerei Bauer GmbH).

    Zwei neuartige Verpackungen dürfen das Label “Höfliche Verpackung” in Gold tragen:

    ONE UP der rlc packaging ist eine Verpackung – z. B. für Tabletten, Bonbons, Kaugummis – deren Inhalt durch einfaches Auf- und Abschieben eines Innenteils einzeln entnommen werden kann. Mit minimalem Kraftaufwand und geringer Fingerfertigkeit und mit Spaß, weil der Inhalt wie von Zauberhand erscheint. ONE UP ist eine Verpackungslösung, die höflich zum Inhalt, zur Umwelt und zum Verbraucher ist. Und zusätzlich ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Auch das ist höflich. ONE UP wird deshalb mit dem SilverPack 2018 in Gold ausgezeichnet. Alle Produkte und Marken, die diese Verpackung nutzen, dürfen das Label „Höfliche Verpackung“ bzw. „Polite Packaging“ verwenden.

    Die Druckerei Bauer wurde für eine Faltschachtel für Arzneimittel ausgezeichnet, die durch eine Fülle von nutzerfreundlichen Details besticht. Bei der Entwicklung hat man insbesondere an ältere Verbraucher gedacht. Die in den Deckel integrierte Lupe kann direkt helfen, um Verpackungsaufschrift und Beipackzettel zu lesen. Als Zweitnutzen kann man sie auch von der Verpackung abtrennen und anderweitig nutzen. Diese Trennung ist auch sinnvoll für das korrekte Recycling der Kunststofflupe.

    Und hier sind die Silber-Preisträger:

    Die Frischhaltefolie ratsch! bietet ein höfliches Konzept zur Verpackung von Frischhaltefolien, das den Anwender in den Mittelpunkt stellt und darüber hinaus auch noch Ressourcen schont. Mittels eines Folienschneiders, der auf die Kante des Kartons gesetzt wird, kann man die Folie blitzschnell, sauber und ohne Verletzungsgefahr schneiden. Verklebte oder zerknüllte Folie, die man schon vor dem Gebrauch wegwerfen muss, gibt es bei diesem Verpackungskonzept nicht. Der eingesetzte Rohstoff wird in vollem Masse genutzt, der Verbraucher muss keinen Ausschuss bezahlen. ratsch! ist damit die erste Frischhaltefolie in einer „Höflichen Verpackung“.

    Die Schmelzkäsescheiben in der Faltschachtel, entwickelt von der Hochland Deutschland GmbH in Lindenberg, wurden mit Silber ausgezeichnet, da der Öffnungsmechanismus gut zu erkennen und selbsterklärend ist. Die Folie zeichnet sich durch eine angenehme Haptik aus, die Käsescheiben sind in der wiederverschließbaren Faltschachtel gut geschützt und können sich nicht verformen. Die umweltfreundliche Faltschachtel ersetzt die bei Schmelzkäse gewohnte Schlauchverpackung aus Kunststoff. Außerdem kann auf eine Schutzbegasung verzichtet werden, da die Siegelqualität der Einzelscheiben verbessert wurde und die Faltschachtel den Käse vor Licht schützt. Bei den bisherigen Verpackungsvarianten werden je Packung 0,1 Liter Schutzgas benötigt, das ist ein Gemisch aus 80% CO2 (Kohlendioxid) und 20% N2 (Stickstoff).

    Die französische Brauerei Kronenbourg wurde mit Silber ausgezeichnet, da der für ihr Trendgetränk “Tourtel Twist” verwendete Verschluss Maxi Crown des schwedischen Herstellers Maxi Crown Sealing Machines AB dem Verbraucher hohe Convenience beim Öffnen bietet und eine hohe Produktsicherheit garantiert: Der Verschluss ersetzt den üblichen Kronkorken und lässt sich ohne Flaschenöffner mittels eines speziellen Hebelmechanismus mit geringem Kraftaufwand öffnen. Darüber hinaus ist er absolut verletzungssicher, weil er auf scharfkantige Teile verzichtet. Außerdem garantiert der Verschluss die Unversehrtheit des Flascheninhalts, da er nicht wieder auf die Flasche aufgesetzt werden kann, wenn er einmal geöffnet wurde.

     

    Bewerbungen für den Silverpack Award 2019 können jetzt schon eingereicht werden. Einsendeschluss ist Freitag, der 7. Dezember 2018 (Poststempel).

     

     

     

  • Verpackung – NEIN DANKE?

    Verpackung – NEIN DANKE?

    Es beginnt immer im Kleinen. Zunächst werden Plastiktragetaschen mit einer kleinen Gebühr verkauft. Dann entdeckt der Handel, dass gerade Tragetaschen ein gutes Ventil für Recycling-Kunststoffe sind und gute Preise erzielt werden können – der Preis steigt. Und dann – wie aus dem Nichts – werden nicht nur die Hersteller von Tragetaschen, sondern auch die Vertreiber derselben von einem Shitstorm überrascht und stark geschädigt. Die kostenlosen Tragetaschen verschwinden über Nacht und es drohen europaweite Verbote. Dieses Ventil für Recyclingwerkstoffe schließt sich rasend schnell.

    Aber wie kann es dazu kommen und warum? Liegt da mehr in der Luft als nur der Wunsch des Verbrauchers, auf Tragetaschen gegen Entgelt zu verzichten?

    Nahezu alle Medien stürzen sich mittlerweile auf Plastik und das damit einhergehende Risiko, das in mannigfaltigen Kunstformen ausgedrückt wird. Einmal sind es die Schadstoffe im Kunststoff, manchmal die Schadstoffe, die durch den Kunststoff hindurchdringen und dann natürlich der Kunststoff selbst, der das Artensterben und – oder zumindest – die Vermüllung der Weltmeere bewirke.

    Aber sind es Kunstformen des Sensations-Journalismus, die auf der Jagd nach Auflage zwar nicht vollständig erdacht oder gar durchdacht, aber doch ausgeschmückt und dramatisiert werden? Und wenn es so wäre – warum stößt dieses Thema weltweit zur Zeit auf solchen Widerhall? Es scheint mehr dran zu sein an dem Thema Plastik als wir – die Plastikindustrie – sehen möchten oder sehen können. Wir haben investiert, unser Geschäftsmodell basiert auf ständigem Wachstum mit immer mehr Tonnage dieses nun plötzlich unheilvollen Materials – dem Kunststoff? Macht uns das blind vor der Veränderung, die vielleicht doch unausweichlich wird – das konsequente Kunststoffvermeiden?

    Ein Blick zur Automobilindustrie zeigt Parallelen auf. Was können wir daraus lernen?

    Nicht nur, dass alle etablierten Autobauer mehr oder weniger den Umstieg auf alternative Antriebe verschliefen, bis Tesla auftauchte; sie leugneten auch die Vorteile des Newcomer-Autos und zeigten erst dadurch, dass sie nicht nur den Elektro-Antrieb nicht verstanden hatten, sondern das gesamte Geschäfts- und Erfolgsmodell nicht annehmen wollten oder konnten. Es erschien nicht ausgereift genug.

    Es fehlt den Autobauern bis heute nicht an Gegenargumenten, warum die Zeit nicht reif und die Elektromobilität nicht der optimale Weg sei. Aber die Kunden verlangen danach und schweigen dabei. Sie sind begeistert von der Idee des Elon Musk als Person und seinem Engagement für die gute, neue Sache. Alle Medien unterstützen Tesla und nur wenige halten zu den alten Seilschaften. Tesla soll 50 Prozent der Presseartikel zum Autobau zeitweise liefern.

    „Der Tesla ist eigentlich ein Smartphone auf Rädern“, liest man gelegentlich und über Nacht bekommen Kunden plötzlich neue Software mit neuen Funktionen ihres Fahrzeuges. Diese betreffen viele Details in diesem kleinen, mobilen Wohnraum der Kunden. Da haben die Etablierten nichts dagegen zu setzen. Die Speicher von VW-, BMW- oder Mercedes-Fahrzeugen sind im Moment der Auslieferung nahezu vollständig belegt – ein Update nur in der Werkstatt vorgesehen. Bei Tesla ist reichlich Platz für Updates. So berauben sich deutsche Autobauer langfristig selbst der Chance zeitnaher Updates wie bei Tesla und lenken sich selber ins Hintertreffen. Das Geschäftsmodell scheint nicht zu überzeugen in Wolfsburg, München oder Stuttgart.

    Und wir Verpackungs-Fachleute? Sind wir bezogen auf unsere Branche viel weiter und weltoffener? Wir machen doch immer sofort alles möglich, was Handel und Markeninhaber von uns verlangen, oder? Aber was wäre, wenn plötzlich eine Alternative zur Verpackung, wie wir sie heute kennen, auf den Markt drängte? Ein Verpackungs-Tesla, der einfach rechts überholt, ohne zu blinken?

    Wie lauten unsere Antworten gemeinsam mit Handel und Marke auf Plastikverbote, wie sie für Mallorca diskutiert werden, wo nur noch abbaubare Materialien eingesetzt werden dürfen? Weit weg ist das nicht, denn Utopia titelte:

    Balearen wollen Einweg-Plastik und Kaffeekapseln verbieten

    https://utopia.de/balearen-mallorca-plastik-einweg-kaffeekapseln-77096/#.WmgqqDXIkDY

    Ist nicht die Kompostierung in Groß-Anlagen der Weg, sondern die sich selbst auflösende Verpackung oder vielleicht die oft von Konsumenten bevorzugte 100%ige Mehrweglösung?

    Und dann sind da noch die Unverpackt-Läden. Diese werden als kläglicher Versuch von fanatischen Weltverbesserern abgetan. Im Plastik schwimmende Fische werden dann auch gleich als Ausnahmen bezeichnet. Und das Recycling belächelt mancher hinter vorgehaltener Hand als Alibi für die Dualen Systeme – die Rechtfertigungsindustrie für immer mehr Plastik? So war das doch wohl nicht gemeint oder geplant in den 1990ern, oder?

    Doch nun macht auch die EU mobil gegen Plastik-Einwegverpackungen. Gerade wurde die EU Kunststoff-Strategie veröffentlicht. Ein Kernbaustein lautet:

    Bis zum Jahr 2030 sollen alle Kunststoffverpackungen recycelfähig oder mehrmals verwendbar sein.

    Wir bei Innoform möchten unaufgeregt das Thema beleuchten und z. B. auch mit dem 16. Inno-Meeting zu einem konstruktiven Dialog beitragen. Wir möchten Fakten liefern, um Entscheidungen noch etwas fundierter zu treffen.

    Mehr Informationen zum Inno-Meeting und zur Kreislaufwirtschaft mit Verpackungen finden Sie unter http://im.innoform.de

     

    Karsten Schröder, im Januar 2018

    PS: Aldi und Lidl suchen nach Plastik-Alternativen – auch wenn es nicht alles sinnvoll erscheint – das ist ein Trend. siehe auch: https://utopia.de/aldi-lidl-plastik-reduzieren-77692/?utm_medium=push&utm_source=notification&utm_campaign=Utopia%20Benachrichtigungen

  • Standbodenbeutel knackt 45 Milliarden Marke

    Standbodenbeutel knackt 45 Milliarden Marke

    Jörg Schönwald referiert auf der 6. Europäische Standbeutel-Konferenz – ökonomisch und ökologisch am 11./12. September im Steigenberger Hotel Am Kanzleramt in Berlin über den Stand(boden)beutelmarkt in Europa und gibt eine Prognose über die Entwicklung bis zum Jahr 2025.

    Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Studie von SCHÖNWALD CONSULTING „The Market for Stand-Up Pouches in Western, Central and Eastern Europe 2017 to 2020 – Consumption, Spouts, Sales and Outlook”. 2014 schätzte SCHÖNWALD CONSULTING, dass im Jahr 2018 in Europa knapp 45 Milliarden Standbodenbeutel verbraucht würden. Diese Marke wurde bereits 2017 erreicht und europaweit mit 45,7 Milliarden Szandbodenbeuteln sogar leicht überschritten. Bereits 2017 wurden europaweit 45,7 Milliarden Standbodenbeutel verbraucht und damit knapp 1 Milliarde mehr als prognostiziert. Insgesamt hat der Standbodenbeutel in Europa seit Beginn seines Siegeszuges Mitte der 90er Jahre eine Steigerung um das 17fache erfahren.

    Der Verbrauch von Standbodenbeuteln in Europa von 1996 bis 2017 in Millionen Stück

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    In die Untersuchung eingeschlossen sind elf Länder und Ländergruppen. Mit Österreich und der Schweiz, den Benelux-Staaten, Frankreich, Deutschland, Irland und dem Vereinigten Königreich, Italien, Polen, Portugal und Spanien, Russland und der Ukraine, den Skandinavischen Ländern sowie den übrigen Europäischen Ländern umfasst die Marktuntersuchung den gesamten europäischen Raum mit 742 Millionen Verbrauchern.

    Neun Marktsegmente liegen der Studie zugrunde. Neben Lebensmittel sterilisiert und nicht sterilisiert sind das Heimtiernahrung sterilisiert und nicht sterilisiert, Getränke und Non-Food. Zusätzlich wurden die Bereiche Lebensmittel nicht sterilisiert, Getränke und Non-Food unterteilt, und der Verbrauch in diesen Rubriken mit und ohne Einschweißteile ermittelt. Grund für diese Differenzierung ist die zunehmende Erwartungshaltung der Verbraucher an Convenience und einfacher Handhabung der Produkte. Sie führt zu einer steigenden Nachfrage nach wiederverschließbaren Standbodenbeuteln, deren Entwicklung SCHÖNWALD CONSULTING auf diese Weise abbildet.

    Der Verbrauch von Standbodenbeuteln aller Länder und Ländergruppen wird pro Marktsegment für 2017 und als Vorausschau für 2020 angegeben.

    Da Standbodenbeutel vorgefertigt oder von der Rolle hergestellt und abgefüllt werden, wird der prozentuale Anteil beider Beutelvarianten pro Marktsegment dargestellt und zeigt die unterschiedliche Verteilung von Segment zu Segment.

    Umsatzzahlen für Standbodenbeutel in Europa, aufgelistet nach den oben genannten neun Marktsegmenten, sind ebenfalls Bestandteil der Untersuchung. Die Zahlen werden in Millionen Euro für 2017 und 2020 angegeben. SCHÖNWALD CONSULTING erwartet in diesem Zeitraum eine Umsatzsteigerung von 15 %.

    Kaum eine andere Verpackungsart bietet eine umfangreichere Auswahl an Materialkombinationen, Größen und Formen. Die Menge der Folienverbunde, die für die Herstellung der Standbodenbeutel benötigt wird, ist gleichfalls Teil der Studie und wird in Quadratmetern angegeben. Bis 2020 wird eine Bedarfssteigerung von 10 % erwartet.

    190 Tabellen und Grafiken veranschaulichen die Ergebnisse der 186 Seiten umfassenden Studie, die in englischer Sprache erschienen ist.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

     

    am 11./12. September 2017

  • Barriere – so viel wie nötig, so wenig wie möglich

    Barriere – so viel wie nötig, so wenig wie möglich

    Die meisten Lebensmittel werden mit guten Barrierematerialien verpackt. Das ist gut so, sagen die einen. Das muss nicht sein, sagen die anderen. Schon seit Jahren geht es nicht mehr nur darum, eine möglichst gute Barriere zu garantieren, sondern diese an die Anforderungen anzupassen. Das geschah aus ökonomischen Überlegungen heraus. Nun kommt der Aspekt der Nachhaltigkeit und zunehmend der Rezyklierbarkeit hinzu. Was heißt das konkret für Barrierefolien und Verpackungen mit Barrieren insgesamt? Welche Neuerungen gibt es, um z. B. migrierende Substanzen aus Regranulaten oder Umverpackungen vom Produkt fernzuhalten?

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    Zunehmend geraten Verpackungen in den Fokus der Medien und Verbraucher. Das ist nicht gerade nachhaltig, und nicht umsonst fragen sich mehr und mehr Verbraucher, warum eine Gurke in Folie eingepackt sein muss. Manchmal wird es mit der Verpackung eben übertrieben. Selten ist das bei Barriereverpackungen der Fall. Diese dienen dem Produktschutz – nach wie vor der wichtigsten Aufgabe einer Verpackung.

    Referenten der Kooperationsveranstaltung Barriere-Verbundfolien – nachhaltig und effizient am 13./14. September 2017 liefern Argumente für Verpackung und für Nachhaltigkeit gleichermaßen.

    innoform_logo_Blog_2011Welche Barriere eignet sich jetzt für welche Füllgüter? Was kann Papier mit Barriere heute leisten und wie funktionieren Barriereschichten für Monomaterialien zur besseren Rezyklierbarkeit? Diesen und anderen Fragen stellen sich namhafte Experten auf der Tagung Barriere-Verbundfolien – nachhaltig und effizient am 13./14. September 2017 in Würzburg.

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    Die Referenten beleuchten  etablierte und optimierte Lösungen ebenso wie Neuentwicklungen im Bereich der perfekten – sprich angepassten – Barriere und den Nutzen von Hochbarriereverpackungen in Relation zur verlängerten Haltbarkeit. Neuigkeiten und Entwicklungen der Sperrschichtfolien der letzten zwei Jahre werden unter die Lupe genommen. Neben hochwertigen Vorträgen profitieren Teilnehmer von vielen Kontaktmöglichkeiten und fachlichem Austausch mit Branchenteilnehmern entlang der Lieferkette.

    Im Vorfeld der Tagung haben wir die Referenten um ein Interview gebeten, das wir in unserem Blog veröffentlichen werden. Schauen Sie also regelmäßig vorbei und erhalten Sie schon jetzt einen Eindruck von den Inhalten der Tagung.

    Kontakt:
    Innoform Coaching GbR
    Stüvestraße 25
    49205 Hasbergen
    Tel.: +49 (0)5405 80767-0
    E-Mail: coaching@innoform.de
    www.innoform-coaching.de

     

     

  • Aktualisierte Stellungnahme zu Gehalten an Styrol-Oligomeren in Lebensmittelsimulanzien

    Aktualisierte Stellungnahme zu Gehalten an Styrol-Oligomeren in Lebensmittelsimulanzien

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (bfr) hält gesundheitliche Risiken durch die gemessenen Gehalte an Styrol-Oligomeren in Lebensmittelsimulanzien für unwahrscheinlich. Dieses geht aus einer aktualisierten Stellungnahme 023/2016 vom 21. April 2016 hervor.

    Polystyrole sind Kunststoffe, die auch für Lebensmittelkontaktmaterialien wie Verpackungen oder Geschirr eingesetzt werden. Bei der Herstellung entstehen neben Polystyrol auch kleinere Moleküle (Styrol-Oligomere), die aus dem Material in das Lebensmittel übergehen können. Von einem Labor der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurde ein Übergang (Migra-tion) von Styrol-Oligomeren bis zu 51 Mikrogramm je Kilogramm Lebensmittelsimulanz (μg/kg) gemessen.

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat bewertet, ob von diesen Übergängen ein Gesundheitsrisiko für Verbraucherinnen und Verbraucher ausgeht.
    Insgesamt ergibt sich auf Grundlage von publizierten toxikologischen Daten, dass bei Übergängen von Styrol-Oligomeren in der gemessenen Höhe auf Lebensmittel keine gesundheitlichen Wirkungen anzunehmen sind.

    Auf seiner Website hat das bfr das Risikoprofil der gemessenen Styrol-Oligomer-Gehalte in Lebensmittelsimulanzien veröffentlicht, um das beschriebene Risiko zu visualisieren. Es ist nicht dazu gedacht, Risikovergleiche anzustellen und soll nur in Zusammenhang mit der Stellungnahme gelesen werden.

  • SilverPack: Ein Folienbeutel macht das Rennen

    SilverPack: Ein Folienbeutel macht das Rennen

    Höheres Lebensalter, anspruchsvollere Kunden, der demographische Wandel und weitere Treibergrößen wie z.B.  zunehmender Ausser-Haus-Verzehr und steigende Ansprüche an den Komfort verlangen immer mehr nach “Höflichen Verpackungen”, die konsequent die Verbraucher und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen: leicht zu öffnen, bequeme Entnahme des Inhalts, praktische Wiederverschlussmöglichkeiten, Handling- und Transporthilfen, leichtes Entsorgen usw.

    Nur wer für diese Trends überzeugende Verpackungslösungen bieten kann, wird auf Dauer Erfolg haben. Die Wünsche und Bedürfnisse älterer und funktional anspruchvoller Verbraucher liefern viele Anregungen für Packungsoptimierungen.

    So löst das große Thema Verpackungs-Convenience immer häufiger in vielen Unternehmen sehr engagierte und kreative Aktivitäten aus, denn “Höfliche Verpackungen” sind die ideale und lohnende Strategie, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

    Das Meyer-Hentschel Institut beschäftigt sich seit 1985 mit  langfristigen Trends, die grundlegende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben. Das Institut gilt als Entdecker der Zielgruppe der Babyboomer  (die geburtenstarken Jahrgänge der 50er und 60er Jahre). 2008 wurde von dem Institut der SilverPack Award ins Leben gerufen. Der SilverPack Award prämiert Verpackungen, die konsequent die Verbraucher und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen und in besonderer Weise auf die Wünsche und Bedürfnisse der wachsenden Zahl älterer Kunden abgestimmt sind. Ansatzpunkte dazu können sein: Öffnungsmechanismus, bequeme Entnahme, Wiederverschluss­möglichkeiten, Packungsgrösse, Handling- und Transporthilfen, Packungsdesign usw.

    Im Laufe der Jahre hat sich die  sowohl Qualität als auch die Anzahl der Einreichungen kontinuierlich verbessert. Während 2008 der SilverPack Award mit vier Einreichungen startete, lagen der Jury dieses Jahr  32 Verpackungen vor.

    Dieses Jahr machte der Gefrierbeutel Toppits® Gefrierbeutel der Cofresoc Frischhalteprodukte GmbH & Co. KG das Rennen, der die Jury mit einer Fülle von verbraucherfreundlichen Merkmalen bei Verpackung und Produkt überzeugte:

    Toppits Gefrierbeutel

     

     

     

     

    Wurde das Produkt vor der Optimierung  in einem Karton mit quadratischem Zuschnitt präsentiert, so findet es sich jetzt in einer flachen Faltschachtel.  Das hat den Vorteil, dass es sich leichter und angenehmer greifen lässt und  durch die flache Form der Faltschachtel auch einfacher lagern lässt: Je nach Platzbedarf passt die Packung liegend oder hochkant in den Schrank oder die Schublade.

    Die deutlich größere Frontseite bietet mehr Platz für ausführliche Produktbeschreibung und -abbildung: Durch die vergrößerte Beschriftung kann sich der Endverbraucher noch besser orientieren und das gewünschte Produkt schneller im Regal finden. Auf fünf der sechs Seiten ist klar und deutlich zu lesen, welchen Inhalt sie hat. So ist leichtes Wiederfinden garantiert.

    Zum Öffnen gibt es eine große dreieckige Lasche, die leicht und komfortabel zu öffnen und auch zu schließen ist. Während herkömmliche Gefrierbeutel von einer Rolle abzureißen sind, kann man die Toppits Gefrierbeutel mit einer Hand aus einer Spenderbox einzeln entnehmen. Zusätzlich sind die Beutel mit einem Standboden ausgestattet, was das Befüllen wesentlich erleichtert.

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    Zuammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Optimierung der Verpackung konsequent aus Sicht der Anwender gedacht und entwickelt wurde. Deshalb werden Toppits® Gefrierbeutel mit dem SilverPack 2015 gewürdigt und dürfen die Auszeichnung „Höfliche Verpackung“ tragen.

    Den zweiten Preisträger und drei ausdrücklich lobenswerte Erwähnungen des SilverPack Award 2015 finden Sie hier.

    Der SilverPack Award 2016 steht in schon in den Startlöchern, die Teilnahme ist kostenlos, Einsendeschluss ist Freitag, der 15. April 2016.

     

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