Schlagwort: Ressourcen

  • Weniger ist mehr – auch bei Verpackungen

    Weniger ist mehr – auch bei Verpackungen

    Wir aus der Packmittel-Branche glauben immer noch, dass Verpackungen mehr positive als negative Effekte haben. Das stimmt auch in vielerlei Hinsicht. So verbrauchen Verpackungen wesentlich weniger Ressourcen als sie durch Produktschutz bewahren. Das muss doch gut sein – ja, aber es geht immer noch besser …

    Wie wäre es, wenn wir noch weniger Ressourcen mit Verpackungen verbrauchen würden, ohne ganz auf Verpackungen zu verzichten, die uns das Leben doch so sehr vereinfachen und verlängern können?

    Möglichkeiten gibt es viele. Eine davon möchte ich heute kurz vorstellen – bzw. nicht ich, sondern der Erfinder Rafael Kugel von Ratiodrink selbst:

    Verpackung vermeiden mit RatioDrink in 60 Sekunden https://youtu.be/eFp1ciH_aMw via @YouTube

    Ich kann mir viele solcher Ideen vorstellen, mit denen Lebensmittelindustrie und Packmittelindustrie zusammen neue Lösungen erdenken. Auch das verstehe ich unter Kreislaufdenken.

    • Abpacken von maschinell, im Laden geschnittenen Produkten wie Käse und Wurst, die dann minimal, individuell und maschinell direkt im Geschäft verpackt werden.
    • Direkte Lieferung vom Hersteller an den Konsumenten im Abo-System. Vorteil: Keine aufwendige Bedruckung nötig, da der Kunde eh abonniert hat und das Marktgeschrei der Verpackung im Supermarkt gespart werden kann. Auch könnte man Menge und Gestaltung an Kundengruppen anpassen (Großfamilie, Single etc.) und auf einer Anlage maschinell, optimal und minimal verpacken.
    • Persönlich gestaltete Verpackungen, die bedingt wieder verwendet werden können, z. B. die Butterdose, die in Bedruckung ans eigene Geschirr angepasst werden kann und als Primär-Verkaufsverpackung einmal bezogen wird. Danach wird nachgefüllt.

    Neue Geschäfts- und Produktionsideen sowie Geschäfts- und Produktionsprozesse mit Verpackungen zu erdenken, ist doch eine ideale, noch nicht von vielen Start-ups belegte Nische, die es zu besetzen gilt. Ideal für studentische Projekte, finde ich.

    Was denken Sie darüber? Welche Ideen möchten Sie teilen?

    Sie wissen ja: Geteiltes Wissen ist das Einzige, was sich vermehrt.

    Karsten Schröder

     

  • Ist uns “Experten” Bequemlichkeit wichtiger als Umweltverträglichkeit?

    Ist uns “Experten” Bequemlichkeit wichtiger als Umweltverträglichkeit?

    Es ergab sich ein deutliches Votum bei ehemaligen Tagungsteilnehmern (Entscheider der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie) im Rahmen einer Online Befragung durch Innoform Coaching Anfang September 2015: Verpackungs- und Lebensmittelexperten, aus denen sich die Gruppe der Befragten nahezu ausschließlich zusammensetzte, stimmten für die Bequemlichkeit und ein Mehr an Verpackung ab. Diese nicht repräsentative Umfrage zeigt deutlich, wie wir Experten die Sache mit der Umwelt und der Convenience im direkten Vergleich einschätzen.

    Und hier sind die Fragen:

     

    Convenience:

    Diagramm_Online-Befragung

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Umwelt:

    Online-Befragung_Umwelt

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Fazit:

    Was sagt uns das? Uns “Experten” sind Convenience-Features wichtiger – insbesondere dann, wenn diese weniger kosten als umweltverträglichere Verpackungen aufgrund weniger Material und weniger Ressourcenverbrauch. Genau das implizieren ja die beiden Fragen, ohne es direkt anzusprechen.

    Nun ist es bei allen Befragungen immer so, dass es darauf ankommt, auf welchem Kanal die Botschaft bei uns im Kopf ankommt.

    Ist es der Sach-Kanal, dann wird rational abgewogen; je nachdem, wie man gerade unterwegs ist mit seinen Gedanken. Die Entscheidung wird gründlich durchdacht

    Ist es der Emotions-Kanal, dann werden schon einmal Gefühle mit ins Spiel gebracht und meistens sehr schnell und intuitiv geantwortet.

    Ist es der Selbst-Offenbarungs-Kanal, dann will man selber etwas über sich und seine Anschaung Preis geben.

    Oder kommt die Frage via Beziehungs-Kanal an? Dann werden vielleicht die Antworten mit Innoform-Erfahrungen, der Frageplattform oder anderen Erfahrungen mit so einer Situation vermischt.

    Wie auch immer die Antworten zustande kommen – diese 4 Kanäle werden immer dabei befragt und gewichten mehr oder weniger die Antwort. Was Sie für Ihre Tätigkeit und Einkaufsgewohnheiten draus schließen, bleibt Ihnen überlassen.

    Wir kaufen auf jeden Fall beides – je nachdem, ob wir wiederverschließen müssen und ob die Milch, die drin steckt, auch schmeckt und gut für uns zu sein scheint.

    Letztendlich habe ich als Verpackungs-Freund gelernt, dass wir keineswegs immer so rational unterwegs sind, wie es uns zu Gesichte stünde. Auch hier will Innoform in Zukunft helfen, mit noch klareren und präzise ausgearbeiteten Informationen immer bessere Lebensmittelverpackungen entstehen zu lassen.

    Ihr Karsten Schröder

     

     

     

  • 1. Impulsvortrag: Flexpack in einer sich verändernden Umwelt

    1. Impulsvortrag: Flexpack in einer sich verändernden Umwelt

    Innoform präsentiert anlässlich der Besichtigung der neuen Treofan-Produktionslinie am 13. Oktober in Neunkirchen zum ersten Mal eine Vorversion des „Impulsvortrages“ „Flexpack in einer sich verändernden Umwelt”. Karsten Schröder geht dabei u.a. auf die Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung durch den Verbraucher ein,  aber auch auf Verschwendung durch falsche oder zu wenig oder auch mal zu viel Verpackung.  Ziel ist es nicht anzuprangern, sondern Lösungen zu stimulieren und neue Gedanken anzufachen.

    Dieses neue Format – Impulsvortrag – , welches in anderen Themengebieten wie Soft-Skills oder Management bereits etabliert ist, möchte Innoform auch für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie einführen und damit in den Chef-Etagen Nutzen stiften.

    Vorträge dieser Art sind für Kongresse und Firmen-Events ab 2016 bei Innoform buchbar.

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